Managementwissen

Rund um Managementlehre, Personalführung und BWL

Planung

Planung ist die systematische Vorwegnahme zukünftiger Ereignisse. Aus einem Gesamtplan werden Teilpläne für einzelne Funktionsbereiche entwickelt.

Folgende Planungshorizonte werden unterschieden:

  1. strategische Planung (>5 Jahre) – grobe Planung
  2. taktische Planung (1 – 5 Jahre)
  3. operative Planung (<1 Jahr) – detaillierte Pläne für einzelne Funktionsbereiche

Die strategische Planung wird aus dem Leitbild abgeleitet.

Instrumente strategischer Planung:

  1. Ansoff Matrix
  2. 7-S-Modell
  3. PIMS Profit Impact of Market Strategies
  4. SGE´s Strategische Geschäftseinheiten
  5. Portfolioanalyse / Boston Consulting Group Matrix
  6. Produktlebenszyklus

Ansoff Matrix:

Entwickelt 1965 von Harry Igor Ansoff.

Durch die Konzentration auf Produkte und Märkte entsteht folgende Kombinationsmöglichkeit:

Bestehende Produkte + Bestehende Märkte: Marktdurchdringung (Verdrängungswettbewerb)

Neue Produkte + Bestehende Märkte: Produktentwicklung

Bestehende Produkte + Neue Märkte: Marktentwicklung

Neue Produkte + Neue Märkte: Diversifikation

Marktfeldstrategie

Portfolioanalyse:

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Ziele: Zielarten und Zielbeziehungen

Ziele:

1. Zielarten

Unternehmensziele lassen sich in Formalziele, Sachziele, Monetäre Ziele und nicht-monetäre Ziele gliedern.

Zielarten im Unternehmen

Zielarten im Unternehmen

Formalziele: Vorgaben, die vor allem auf den betrieblichen Erfolg gerichtet sind z.B. Jahresüberschuss, Umsatz, Rentabilität.

Sachziele: konkretes Handlungsprogramm wird bestimmt (Art, Menge, Zeit)

Monetäre Ziele lassen sich in Geldeinheiten ausdrücken.

Nicht-monetäre Ziele können ökonomisch, politisch oder sozialer Art sein.

2. Zielbeziehungen:

Zur Erreichung des Oberziels werden Zwischen- und Unterziele gebildet.

Zielhierarchie

Zielhierarchie

Ziele müssen immer SMART sein. Das ist ein Akronym für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert.

Ziele können sich gegenseitig behindern, dann spricht man von Zielkonkurrenz.

Wenn durch die Erfüllung eines Ziels der Zielerreichungsgrad eines anderen Ziels gesteigert wird spricht man von Zielkomplementarität

Zielindifferenz besteht, wenn das erreichen eines Ziels keinen Einfluss auf ein anderes Ziel hat.

Zielfindung:

Eine Zielsetzung gehört zu den betrieblichen Grundentscheidungen eines Unternehmens und wird in der Regel von der Unternehmensleitung festgelegt.

Erst das Aufkommen des entscheidungstheoretischen Ansatzes (Edmund Heinen, 1968) und des systemtheoretischen Ansatzes (Hans Ulrich, 1972) machten eine Thematisierung der Zielbildung in Unternehmen in der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre möglich.

Mehrere Interessensgruppen haben Einfluss auf die Zielsetzung, nämlich Kapitalgeber, Marktpartner (Kunden, Lieferanten), Arbeitnehmer, öffentliche Hand und gesellschaftliche Gruppen. Wie diese — oft gegensätzlichen — Interessen optimal zu berücksichtigen sind, ist ein Hauptthema der Business-Analyse. Da etwa zwei Drittel aller Unternehmen Einzelunternehmen sind, dürfen individuelle Antriebskräfte nicht vernachlässigt werden. Unternehmensziele kleinerer Unternehmen, in denen der Besitzer gleichzeitig die Chef-Position innehat, werden also maßgeblich durch die privaten Interessen des Besitzers geprägt.

Kleinere Unternehmen sind systemisch schlechter zu erfassen, da viele der Modelle nicht auf sie angewandt werden können. Weniger Einflussgruppen wirken auf sie ein respektive haben ihre Einzelentscheidungen weniger Einfluss. Sozialwissenschaftliche oder psychologische Ansätze können der methodologische Individualismus oder der Neobehaviorismus sein.

Quelle:Wikipedia

Zielfunktionen:

Ziele haben in Unternehmen vielfältige Funktionen. Unternehmensphilosophie und -zweck beispielsweise definieren das Selbstverständnis des Unternehmens und bieten so den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Identifikation mit den Leitbildern der Unternehmung sowie anderen Interessengruppen einen Anhaltspunkt „wohin die Reise geht“ – Orientierungs-, Identifikations-, und Motivationsfunktion.

Werden Ziele auf untere Ebenen heruntergebrochen, also konkretisiert, dann sind es Handlungsziele oder -anleitungen – Steuerungs-, Kontroll-, Bewertungs- oder Kommunikationsfunktion.

Quelle:Wikipedia

Das Unternehmensleitbild

Das Unternehmensleitbild ist die schriftliche Formulierung der angestrebten Eigen- und Fremdwahrnehmung. Es beschreibt also ein Idealbild des Unternehmens.

Da diese ideale Vorstellung für Jahre oder Jahrzehnte festgelegt werden, ist die Formulierung des Leitbilds eine Managementaufgabe.

Funktionen des Unternehmensleitbilds:

  • Orientierungsfunktion
  • Koordinierungsfunktion
  • Entscheidungsfunktion
  • Integrationsfunktion

Wichtig: Das Unternehmensleitbild soll nicht nur entwickelt werden, es muss auch von allen Mitarbeitern akzeptiert und von den Vorgesetzten vorgelebt werden.

Wichtige Ausprägungen der Corporate Identity

Corporate Identity beschreibt den Aufbau einer eigenen Identität des Unternehmens. Sie soll das Profil des Unternehmens unverwechselbar machen.

Corporate Identity kennzeichnet nach Helmut Schmitt-Siegel die Persönlichkeit eines Unternehmens mit einem von innen nach außen heraustretenden Selbstverständnis, basierend auf einem Handlungskonzept für ein sichtbar gelebtes Wertesystem oder den Aufbau einer ausgeprägten Unternehmenskultur.

Wichtigste Ausprägungen sind:

  • Corporate Mission
  • Corporate Vision (Unternehmensleitbild)
  • Corporate Image
  • Corporate Design (Logos, Gestaltung)
  • Corporate Communication (Öffentlichkeitsarbeit PR)
  • Corporate Complaints (Beschwerdemanagement)
  • Corporate Behavior (Umgangsformen gegenüber Mitarbeiter, Kunden, …)
  • Corporate Governance (Gesetze, Richtlinien)

Flexible Plankostenrechnung: Abweichungen berechnen auf Vollkostenbasis

Im Gegensatz zur starren Plankostenrechnung berücksichtigt die flexible Plankostenrechnung Beschäftigungsänderungen, damit können Ursachen für die Gesamtabweichung besser eingeschätzt werden.

Flexible Plankostenrechnung am Beispiel:

Gegebene Angaben:

  • Planbeschäftigung: 10.000 Stunden
  • Gesamte Plankosten: 100.000 €
  • fixe Plankosten: 35%
  • Istbeschäftigung: 9.000 Stunden
  • Istkosten: 100.000 €

Berechnung der Beschäftigungsabweichung, Verbrauchsabweichung und der Gesamtabweichung.

1. Aufspaltung in variable und fixe Kosten

  • Fixkosten: 35% von 100.000€ = 35.000€
  • variable Kosten: 100.000€ – fixe Kosten = 65.000 €

2. Variabler und fixer Plankostenverrechnungssatz:

  • variabler Plankostenverrechnungssatz:
  • variable Kosten \div Planbeschaeftigung
  • 65.000 Euro \div 10.000 Stunden
  • = 6,5 Euro / Stunde

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